Archiv für den Monat August 2019

Tagesimpuls 27.08.2019

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Und er lebt noch….der innere, strenge Kritiker.
Manchmal still und leise mit erhobenen,
mahnenden Finger wird die Lunte der Traurigkeit gezündet.
Ein anderes mal wird laut und zürnend
mein lebendiger Funke der Freude
bis zur Unkenntlichkeit niedergedrückt.
Und ich muss erkennen,
dass es niemand im Aussen war,
der dieses mit Wolllust tat.
Ich war es selbst,
die in altbekannter Manier
die Lust am Leben
und die vorsichtigen Schritte ins Neue verbot.

 

Das Neue ist da! Es lädt mich jeden Tag mit seinem süßen, aber unbekannten Duft ein, weiter meine Schritte ins nebulöse Fremde zu setzen. Mit freudigem Herzen und offenem Geist lasse ich mich erstmalig auf das Abenteuer LEBEN ein. Durch die vielen Jahre der eigenen Klärung und Läuterung bin ich bewusster geworden. Ich erkenne und fühle mehr, was in mir für Strukturen wohnen. Es ist zwar unangenehm und oftmals ernüchternd, sich selber im Licht der Wahrheit zu betrachten, aber genau dieses Erkennen ermöglicht es mir überhaupt, trotz Angst meine Schritte weiter in Richtung Herzensweg zu setzten. Jeder laute Zweifel, jede altbekannte ängstliche Vermeidungsstrategie, entspringen bei genauerer Betrachtung meiner ausgedienten Egostruktur, die sich noch immer gegen das Neue wehrt. Und so ist es abermals mein weites Herz, das dieses im Widerstand befindliche Ego liebend in die Arme nimmt. Erkennen – Fühlen – Annehmen – Lieben – Integrieren…die 5 Elemente der Heilung.

 

 

Bildquelle: pixabay
Text: Yvonne Fitzner

P.S.: Meine Impulse dürfen gerne mit Hinweis auf Website und Urheber bitte vollständig und ungekürzt geteilt und weitergeleitet werden.

 

 

 

 

Tagesimpuls 26.08.2019

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Ein Gedankenspiel für alle, die ihre Themen auf seelischer Ebene gelöst haben und nun unter körperlichen Beschwerden leiden:

Was wäre, wenn jegliche körperliche Erscheinungen (oder herkömmlich bekannt als Unwohlsein und Krankheit) sich lediglich nur in sichtbarer Form zeigt, weil es schlichtweg nur ein Ausdruck von deinem natürlichen Heilungsprozess ist?
Was passiert in dir, wenn du den Gedanken zulässt, dass genau jene Anomalie in deinem natürlichen Körpergeschehen, die Antwort auf den gelösten seelischen Konflikt ist, der nun aus deiner Physis herausfließt?
Es sind nur kleine Gedankenspiele, eine Theorie, die das Wort Krankheit mit dem Wort Heilung ersetzt.
Wenn wir wir uns die Theorie der Krankheitsentstehung anschauen, wird hier deutlich, das sich stets zuerst der seelische Konflikt zeigt. Wird er nicht beachtet und verbleibt für eine längere Zeit in unserem System, kann sich dieses in physicher Form ausdrücken – wir werden krank.
So wie die Erkrankung entstanden ist, heilt sie auch. Beginnend auf seelischer/psychischer Ebene und zum Schluß die Physis. Wir heilen von Innen nach Außen.
Heute weiss man, dass unsere Geisteshaltung eine nicht unbedeutende, wenn nicht sogar wichtige Rolle bei unserem Heilungsprozess einnimmt. Gedanken erschaffen Materie. Sie können jegliches Erleben positiv, wie auch negativ beeinflussen. Daher nochmal:
Wenn du in dir auf feinstofflicher und seelischer Ebene deine Themen angeschaut und bereinigt hast, wenn du alles gefühlt, gespürt und freigelassen hast und sich nun in Wellen die unterschiedlichsten physischen Erscheinungen zeigen, kannst du den Gedanken für dich annehmen, dass es lediglich aus der schwere der Physis rausfließt?

Es ist im Prinzip die Fortführung des Loslassprozesses, den wir auch in der Lösung der psychischen Themen erlebt haben. Die Gefühle zeigen sich in aller Deutlichkeit, wir spüren sie und sind angehalten, diese frei von inneren Widerständen durch uns hindurchziehen zu lassen. Selbiges passiert im Anschluss in unserem Körper. Auch hier darf gefühlt und gespürt werden, um letztendlich von uns freigelassen zu werden. Der Entscheidende Aspekt hierbei ist, wie auch bei der seelischen Lösung, deine Geisteshaltung.

Wenn ich mich auf diese Theorie einlasse, und vom Körper heraus fühle…so entspannt sich mein gesamtes System.
Was macht der Gedankenimpuls mit dir?

P.S: Bei körperlichen Beschwerden rate ich immer zu einer ärztlichen Abklärung. Mein Impuls ist als Gedankenanstoß zu betrachten. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass diese Theorie weder empirisch belegt, noch wissenschaftlich verifiziert ist.


 

 

Bildquelle: pixabay.com
Text: Yvonne Fitzner

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Tagesimpuls 25.08.2019

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Sei milde mit dir. In jeder Minute deines Seins. Schenke dir die ungeteilte Aufmerksamkeit und liebevolle Präsenz eines weisen alten Mannes, der seinem Enkel wohlwollend beim Spielen zuschaut.
Jener weise Mann hält sanft den Raum, gibt den schützenden Rahmen für sein geliebtes Kind. Hier darf es sich austoben, ausprobieren, hinfallen, wieder aufstehen, wüten, schreien, lachen, anecken, träumen, sich selbst entdecken, um sich letztendlich in der Weite der eigenen Natur wiederzufinden. Der weise Mann hält nach wie vor den schützenden Raum….er greift nicht ein, er begrenzt nicht, er ermahnt nicht, er bewertet und urteilt nicht. Er schenkt dem Kleinen lediglich die volle Zuversicht, das unerschütterliche Vertrauen und seine ihm innewohnende Liebe, die sich in seiner ungeteilten Aufmerksamkeit widerspiegeln.
Und vielleicht ist es dir möglich, genau jene Haltung dieses alten Mannes zu deiner zu machen, und dem kleinen Kind in dir deine eigene volle und wertungsfreie Aufmerksamkeit zu schenken, dass es die Liebe fühlen kann, die du bist.
So kann genau dieser verletzte Anteil – das innere Kind – in deiner heiligen Präsenz Heilung finden. Sei wie dieser alte, weise Mann….

 

 

Bildquelle: pixabay
Text: Yvonne Fitzner

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Tagesimpuls 23.08.2019

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Ich liebe dieses Bild! Mir fiel es mal vor ein paar Jahren in die Hände ( Urheber leider unbekannt) und es fungierte seitdem als mein inneres Leitbild. Den wirklichen Sinn verstehe ich jedoch jetzt erst. Früher war mein gefühlter „Feind“ für mich nur im Außen zu finden. Es waren immer die anderen, äußere Umstände oder Situationen, die mich von meinen Zielen, die ich auch nur im Außen gesetzt hatte, abhielten. Heute, nachdem ich meine Ziel im Inneren definiert habe, ich selbst mein lohnender Gewinn bin, weiß ich, dass ich es war, die mich selbst von allem systematisch trennte. Ich war und bin es, die den Schlüssel zu meinem Glück… zu meinem ersehnten Ziel in den Händen halte. Wenn uns das klar wird, wenn wir wahrhaftig erkennen, dass wahrlich alles in und an uns liegt, kann dich nichts und niemand aufhalten. Meine gewonnene Sichtweise lässt sich daher wie folgt definieren:
Richtest du deine Ziele und Absichten auf dein Inneres, deine persönliche Entwicklung ab – weg von den Wirkungsweisen im Außen, nimmst du die vollkommene Eigenverantwortung für dein Leben, für dich an, ist nichts anderes mehr möglich, als dein Ziel – dich zu erreichen. Wer sich nur im und am Außen orientiert, wird auf lange Sicht leer ausgehen.

Bildquelle: unbekannt
Text: Yvonne Fitzner

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Tagesimpuls 22.08.2019

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Es ist nicht leicht, sich aus ungesunden Beziehungsmustern zu lösen.
Es schmerzt sogar sehr. Gerade dann , wenn es doch die Menschen sind, die wir so sehr lieben.
Oft halten wir durch, bis zum bitteren Ende…teilweise darüber hinaus.
Die Hoffnung, dass sich der Andere ändert oder die Situation ist so groß, dass man bis zum letzten Moment krampfhaft am Alten festhält.
Wir nehmen alles in Kauf…sogar unser eigenes Sein.
Aber warum?
Ist es letztendlich unsere eigene Angst vor Veränderung? Unsere wahnwitzige Idee, so die Kontrolle über unsere Umstände zu haben?
Lauthals schreien wir nach Freiheit, Unabhängigkeit …nach einem besseren Leben – übersehen aber dabei das Wesentliche :
Wie willst du etwas anderes in deinem Leben erhalten, wenn du doch immer wieder nach deinen alten Verhaltensweisen agierst. ?
Wie willst du Freiheit leben, wenn du dich krampfhaft an ungesunde Gitterstäbe klammerst, die dir vermeintliche Sicherheit vermitteln?
Wie willst du eine glückliche, freie und liebevolle Beziehung leben, wenn in dir noch die alten Beziehungsmuster am Wirken sind?
Ja…es tut weh, verdammt weh, ehrlich hinzuschauen. Nur bei sich zu bleiben.
Ja…es tut weh, erschreckend weh, all die weggedrängten Gefühle zu fühlen.
Ja….es zerreißt, es zerstört…all das bedingungslos zuzulassen, was sich zeigt..
Aber das was bleibt, was letztendlich bleibt bist DU
Rein, klar, nackt , wunderschön ,
er-schöpft jedoch endlich frei.

Und genau in diesem turbulenten, aufwühlenden und durchrüttelnden Sommer geht es exakt darum: Loslassen, was nicht mehr zu dir gehört, um mit beiden Armen das zu empfangen, was sich schon so lange nach dir sehnt. Die Frage ist: Bist du bereit?Bist du wirklich und wahrhaftig in dir selbst liebevoll verankert, dass du empfangen WILLST UND ES ZULÄSST? Oder sind noch die ein oder anderen hartnäckigen Muster in deinen Tiefen verankert, die dich noch im Sumpf der Selbstsabotage halten? Wenn dem so ist, sei wachsam und gleichermaßen milde mit dir. Fließe mit und breite deine Arme weit aus….so kann sich alles Destruktive in deinem eigens gehaltenen Raum zeigen, um abermals von dir liebend freigelassen zu werden….so lange und so oft, bis es wahrhaftig gut ist, bis ein wohliger Frieden in deinem Herzen genau jener Destruktion den letzen Abschiedskuss auf die Wange haucht. Es liegt an uns selbst…

 

Bildquelle: pexels.com
Text: Yvonne Fitzner

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Tagesimpuls 21.08.2019

bench-chair-dock-288583 2Gerade für die Menschen, die wir so sehr lieben fühlen wir uns doch auf eine gewisse Art und Weise verantwortlich. Wir wollen, dass es ihnen gut geht, dass sie ein Leben in Leichtigkeit und frei von Leid leben können, ja vielleicht ist sogar der Wunsch dahinter, sie mögen es einmal besser haben als wir.
Insbesondere Eltern trifft es hier doch intensiver, auch oder gerade dann, wenn die Kinder erwachsen sind.
Doch ist es wirklich gut oder gar zum Wohle aller Beteiligten, wenn wir unseren erwachsenen Kindern alles abnehmen, sie stets weiter vor jeglichen Gefahren schützen wollen und sie sogar aus hausgemachten Dummheiten herausholen, da wir uns so verantwortlich fühlen?
Für wen machen wir das? Für uns oder für unsere Kinder?
Nun hier mögen sicherlich viele lauthals rufen, dass sie
dieses aus Liebe und Fürsorge für ihre Angehörigen tun. Nur ist es das wirklich? Ist es tatsächlich die Liebe, die dafür sorgt, dass wir uns selber aufopfern, manchmal sogar verraten oder mit in den hausgemachten Sumpf unseres Nachwuchses versinken?
Ist es wahrhaftige Fürsorge, die uns dazu veranlasst, uns auch um die Belange unserer erwachsenen Nachkommen kümmern zu wollen?
Ist es nicht viel mehr unser eigenes Schuldgefühl, unsere mangelnde Selbstliebe und gefühlte Wertlosigkeit, die uns dazu treibt, das geliebte Kind aus dem eigens verantworteten Morast zu ziehen, bevor es überhaupt bemerkt, dass es am Ertrinken ist?
Den größten Liebesdienst, die bestmöglichste Fürsorge ist tatsächlich das vertrauensvolle Loslassen unserer Kinder, auch bzw. gerade dann, wenn sie wirklich Fallen.
Wir schenken diesen damit viel mehr, als wir es uns vorstellen können.
Wir selber lernen durch unsere schmerzhaften Erfahrungen, wieso also wollen wir diesen Lernprozess unseren Kindern vorenthalten?
Ja es tut weh, mit anzusehen, wie das eigene Fleisch und Blut in seine schmerzhafte Lernerfahrung fällt.
Ja es schmerzt, sehr sogar, wenn wir wissenden Auges sehen, wie sich der Nachwuchs immer tiefer und tiefer in seine eigenen Verstrickungen verfängt.
Doch genau das darf und muss sein, nur so lernen sie eigenverantwortlich auf eigenen Beinen zu stehen.
Wir als Eltern können und dürfen liebevoll begleitend da sein, zum Wohle aller Beteiligten – insbesondere auch zum eigenen Wohle. Ein Dasein mit offenem Herzen, wachen Verstand und tiefem Vertrauen ins Leben. Wir zeigen die Wege auf, die sie gehen können – aber nicht müssen. Ob unsere erwachsenen Kinder unseren Rat befolgen oder nicht, obliegt bei ihnen. Hier dürfen wir uns nicht einmischen. Das was durchweg bleiben sollte, ist die Liebe zu unseren Kindern – unabhängig ihrer Auslebungen.

 

 

Bildquelle: pexels.com
Text: Yvonne Fitzner

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Tagesimpuls 20.08.2019

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Völlig gleich, was ich in Dir sah,
unerheblich wie ich deine Auslebungen interpretierte,
es war und ist immer mein eigener Ausdruck gewesen,
den ich in mir nicht sehen wollte.
So war es ein leichtes, ein einfaches
und bequemes Unterfangen,
meine Schatten durch dich wirken zu lassen.
Jegliche Schlechtigkeit mit samt der Vorhut der Verletzlichkeit,
die mein Herz umschlossen, konnte ich selber nicht spüren,
so dass nur durch dein Sein
und dein unbewusstes Einverständnis,
Du zu meinem Spiegel wurdest.
Heute sehe ich mich,
kann mich in meiner Gesamtheit halten..
heute bin ich mit mir selbst verwurzelt,
und kann Dich aus meinem Projektionsfenster entlassen.
Der Weg ist frei, Dich nun völlig neu
und ohne fremden Schleier sehen zu dürfen.

 

Bildquelle: pexels.com
Text: Yvonne Fitzner

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Tagesimpuls 19.08.2019

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Je mehr ich zu mir selber finde, desto größer klafft für mich die Kluft zur bisher bekannten spirituellen Szene.
War ich einst sehr angetan und förmlich angezogen von spirituellen, lichtvollen Texten, Durchsagen, Zukunftsprognosen und alternativen exotischen Heilweisen, gehe ich heute innerlich drei Schritte zurück.
Es passt nicht mehr zu meinem Inneren…das sich in all den Jahren der anstrengenden Transformation, der herausfordernden Entwicklung und Lösungsprozesse Stück für Stück von der schmerzhaften Trennung in die wohlige Einheit bewegt hat.
Und doch fühle ich mich als spirituelles Wesen, fühle die immer größer werdende Liebe in mir, die ich bin…aber da sind nun mal auch andere Anteile in mir, die genauso bewusst gelebt und erfahren werden wollen:
Der Verstand, die Aktivitäten, die ich durch meinen Körper erleben darf und das Anerkennen meiner Triebe, menschlichen Bedürfnisse, die sich im unterdrückten Zustand in den unerwünschten Schattenauslebungen zeigen. Kurz gesagt – ich will mich nicht mehr von meinem Mensch-Sein abspalten.
Und für mich gehört hier das Rationale genauso dazu, wie das Irrationale..ich möchte verwurzelt und geerdet meine Essenz verkörpert erfahren.
Geht es nicht im Eigentlichen primär darum?
Die Verbindung und Integration von ALLEM WAS IST?
Ist es nicht genau die Aufgabe, die wir uns selber gestellt haben?
Welchen Grund und was für einen Sinn macht ansonsten die Inkarnation in einen menschlichen Körper?
Im Abspalten und im Extremen ( sei es nun die spirituelle oder die rationale Seite) verstricken wir uns doch nur tiefer in Trennungserfahrungen und leben meist unbewusst den daraus resultierenden inneren Konflikt, der meiner Ansicht nach dem Krieg im außen mehr Nahrung schenkt.
Daher stehe ich – hier und heute- für mehr MENSCH SEIN in der spirituellen Szene, mehr Erdung, mehr Verstand im Einklang mit unserem Herzen, das die Führung übernommen hat.

 

Bildquelle: privat
Text: Yvonne Fitzner

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Tagesimpuls 18.08.2019

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Zeitlos…. außerhalb von jeglichem Zeitempfinden, so fühle ich mich.
Seit einigen Tagen schleicht sich dieser Zustand, oder Erfahrung  (ich finde schwer Worte für das momentane Erleben) in meinen Alltag ein.
Es ist neuartig, verunsichert nur rudimentär und schickt meinen Verstand in das sprach- und fassungslose Staunen.
Hier irgendetwas hineinzuinterpretieren macht sogar meinem Ego keinen Spaß mehr. Es ist…. es darf jetzt sein und so erfahre ich mich in den unendlichen Momenten der zeitlosen Zeit. Lediglich meine Termine des gelebten Alltages sind meine Richtlinie, an die ich mich notgedrungen halten muss. Das Leben will halt weiter gelebt werden.
Das gelebte Jetzt… erfahrbar, lebbar und doch gleichzeitig unfassbar. Meine Essenz erstrahlt in diesem Sein, während sich meine Verstandesstruktur neugierig und mittlerweile offen für das Kommende den unendlichen Weiten des Jetzt hingibt.
Was für eine Zeit! Was für ein Segen und eine Gnade genau Hier und Jetzt diese Erfahrungen in einem physischen Körper machen zu dürfen. Ich bin unsagbar dankbar!
Vielleicht geht es dir auch so? Vielleicht erlebst du Ähnliches? Und vielleicht sind wir gar nicht so wenige, die diese Erfahrung machen dürfen…die Zeit wird es zeigen, sofern es diese dann noch gibt.

 

Bildquelle: pexels.com

Text: Yvonne Fitzner

 

 

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Tagesimpuls 17.08.2019

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Geschichten aus meinem Praxisalltag, die in ihrer Essenz die Wahrhaftigkeit in sich tragen und jedes Mal mein Herz auf liebevolle Weise weiten.

Heute: Ein Hausbesuch der besonderen Art

Es war kühl heute morgen und ich machte mich noch etwas müde von der kurzen Nacht auf den Weg zu einer lieben, älteren Dame, die seid geraumer Zeit im Seniorenheim lebt. Ich freute mich sehr auf den Termin. Wir begrüßten uns herzlich, als ich ihr Zimmer betrat und sie begann aus dem Erfahrungsschatz ihres Lebens zu erzählen; derweil tranken wir genüßlich unseren Tee.
Sie hatte schon viele Widrigkeiten, Schicksalsschläge und schwere Krankheiten in ihrem Leben erleben müssen.
Während sie von ihrem Leben und den schweren Tiefschlägen berichtete, saß sie ganz zufrieden, ruhig und liebevoll in ihrem Sessel. Die Hände , durch Arthrose gezeichnet lagen sanft übereinander gelegt auf ihrem Schoß. Ich fragte sie, wie es ihr mit all dem Erlebten gehe, ob sie mit dem ein oder anderem haderte? Sie schaute mich mit leuchtenden Augen fröhlich an und gab mir folgende Antwort, die mich jetzt noch tief berührt und mein Herz höher schlagen lässt:
„ Es gab nicht eine Sekunde in meinem Leben, in der ich mit mir und meinem Schicksal haderte. Ich nahm stets alles in Liebe an, was Gott mir schenkte, auch wenn es sich so manches Mal im ersten Moment furchtbar anfühlte, war es im Nachhinein der größte Segen für mich. Niemals ging ich in den Widerstand und legte mich jedes Mal vertrauensvoll in Gottes Hände. So überlebte ich einen schweren Schlaganfall und kann trotz der damaligen Prognose der Ärzte, niemals wieder sprechen, sehen und mich bewegen zu können, mit ihnen sprechen, sie sehen und mich vollständig bewegen.
Mein unerschütterliches Vertrauen ins Leben und in den tieferen Sinn der Erfahrung ließ mich jedes mal auf wundersame Weise genesen. Auch eine schwere Wirbelsäulenoperation überstand ich widererwartend der Ärzte folgenlos.
Widerstand, Zweifel und Misstrauen bringt stets Leid. Hingabe, Vertrauen und die Liebe zu Gott brachte mir in jeder Sekunde meines Lebens Liebe, Leichtigkeit und Freude.
Sie sehen meine Hände, sie sind verkrüppelt von der Arthrose, sie sehen meine Beine, die sich manchmal schwer tun beim Laufen. Sie sehen meine Augen, die etwas trüb sind vom Grauen Star. Aber all das spielt keinerlei Rolle. Es sind einfach Begleiterscheinungen, die zu meinem Leben gehören und mich niemals von meiner tiefen Freude und der Lust am Leben abbringen könnten. Wissen Sie, es ist einfach nur eine Entscheidung , die wir treffen: Wo ruht Ihr Fokus? Auf das, was sie alles können und haben, oder auf das, was sie nicht können und nicht haben? Wofür entscheiden sie sich?“
Ich bin von Herzen dankbar, dass ich auf diese alte und sehr weise Dame treffen durfte und sie ein Stück ihres Weges begleiten darf. Ich wollte euch dieses nicht vorenthalten, da die Art und Weise, wie diese Dame gelebt hat, genau das ist, was ich auch mit jeder Faser meines Seins anstrebe.

 

Bildquelle: pixabay

Text: Yvonne Fitzner

 

 

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